Sonntag, 16. Februar 2014

Pfiat di Karibik. Schön wars.


St. Martin, oder Sint Maarten, je nach dem auf welcher Hälfte der Insel man sich gerade befindet, ist unser letzte Stop in der Karibik.

Die Insel der Megayachten.



Und die Insel der Menschen, die Megayachten putzen. Hauptbeschäftigung der Angestellten.

 

Insel der coolsten Flugzeuglandungen. 

Direkt neben dem Strand ;-)



Und unsere Abschiedsinsel. 

Cara Mia ist frisch geputzt, alles wieder seefest gemacht und die Einkaufswagerln bis zum Durchbrechen vollgeladen...

In der Mitte, das sind WIR

Beim siebten Wagerl hab ich aufgehört mitzuzählen...


Good bye Karibik.
Wir legen heute zu viert ab und landen, wenn alles gut geht, in ca. drei Wochen auf den Azoren. Ach ja, die Winterhandschuhe haben wir jetzt auch ausgepackt. Und die dicken Decken, und die Kappe, und die Schiunterwäsche,...





Donnerstag, 13. Februar 2014

What the hell is BVI?

Wer behauptet, wir hätten die letzten zwei Wochen nur mit Schnorcheln, Fun-Sailing und Cocktailtrinken verbracht, ist nicht ganz falsch. Zu unserer Rechtfertigung - auf den Junferninseln machen das sehr sehr viele Menschen so. Wir haben uns also nur der Masse angepasst.


British Virgin Islands. Unser nächstes Etappenziel. Und gleichzeitig der westlichste Punkt unserer Reise. Kolumbus hat die vielen kleinen Inseln östlich von Puerto Rico Jungferninseln genannt, weil er von ihrer Schönheit und Unberührtheit so begeistert war.


Sunsail und Moorings, die weltweit größten Vercharterer für Segelboote waren scheinbar auch recht angetan von diesem kleinen Fleckchen Erde, und vor allem wohl auch von der Nähe zur USA. Jedenfalls haben sie hier riesige Stützpunkte gebaut und sorgen dafür, dass die vielen kleinen Buchten ausreichend mit Segelbooten bevölkert werden.
Ein bisschen ist es hier wie in Kroatien. Unmengen Charterboote, viele wunderschöne Inseln, schönes Wetter. Mit dem Unterschied, dass hier der Wind dauerhaft bläst, Palmen und Sandstrände die Buchten verschönern und Unmengen Riffe verstreut herumliegen.

Kleine Privatresorts überall.

Kreuzfahrtschiffe gibt's natürlich auch.
Ankerbuchten mit hunterten Booten
Aber auch menschnleere Strände...
... und einsame Ankerbuchten.
Der Trick, nicht mit hunterten verrückten Amis in einer Bucht zu liegen, ist eigentlich recht einfach. Glaub dem Revierführer nicht alles, lies die Seekarte selber und fahr nicht da hin, wo hunter Bojen hängen. Und so hatten wir eine wunderschöne Zeit auf den BVI's.
Zwei Inseln haben es verdient, ein bissl genauer vorgestellt zur werden:

Anegada

Ist die Insel mit dem viertgrößten Korallenriff der Welt - Grund genug also, dort hin zu düsen. Der Reiseführer nennt sie auch "Killerinsel", was bei den unzähligen Wracks die hier liegen nicht verwunderlich ist. Korallenbänke und Schiffsrümpfe vertragen sich einfach nicht gut. Das scheint den amerikanischen Charterbooten allerdings nicht so viel auszumachen. Innerhalb von einer Woche haben wir drei Boote gesehen, die mit Schwung auf eines der vielen Riffe gedonnert sind...  Wir haben die Riffe eher zum Schnorcheln genutzt - macht mehr Spaß und ist billiger.
Wie kann man sich Anegada also verstellen: ein mittelgroßer flacher Sandfleck, ein paar Palmen, ein paar Häuser, zwei Mopedverleih, acht Holzhüttchen zum Langustenessen und ein paar Strandbars. Kurz gesagt - ein guter Platz.

Kleine Vögel warten auf die Langustenreste, Charterboote dahinter.

Strand einsam, einzige Ankerbucht von Anegada gut gefüllt.

See in der Mitte der Insel mit Flamingos.

Äh, nein, Flamingos zu weit weg zum Fotografieren.

Strandbar. Lokale Cocktails: Bushwalker und Painkiller. Killt wirklich...

Autos auf Anegada haben zwei Funktionen: Zuerst Fahren, dann Garten dekorieren.

Einziges wahres Verkehrsmittel hier: Offroadmoped. Schafft jede Sanddüne.

Auf so Zeug stehen sich die Amis,... wir auch ;-)
Anegada Unterwasser


Jost van Dyke

Insel mit Piratengeschichte. Die Bars im "Piratenstil" sind geblieben.




Pelikane auf der Jagd: Im Sturzflug Richtung Wasser - Platsch - Pelikan inkl. Fisch im Schnabel tauchen auf.
Unser Beiboot wird von den Großen am Steg...

...oft geschubst.

Wenn ein Riese mit Kieselsteinen spielt,...


kommt ein weißer Strand mit megagroßen Granitblöcken heraus. Und wird zu einem der must-see Flecken der BVI's: The Baths, auf der Insel Virgin Gorda.





Und wenn dieser Riese dann auch noch ein U-Boot auf seinem Spielplatz haben möchte, nimmt er ein altes Postschiff aus dem 19. Jhd. und versenkt es. Das Wrack der "Rhone" ist super zum Schnorcheln





Nach einer beinahen "Schnorchelüberaktivität", haben wir schweren Herzens wieder Segel gesetzt und sind die 90 Meilen nach St. Martin zurückgekreuzt. Und hier haben wir uns eine neue Beschäftigung gesucht, aber das ist eine andere Geschichte...

Dienstag, 21. Januar 2014

"Clownfische gibt's hier nicht", behauptet die Schildkröte.

Seit Tagen verfolge ich eine Mission: Ich will Nemo - den Clownfisch - finden. Wir sind hier zwar nicht am Great Barrier Reef, aber Korallen und bunte Fische gibt es genug. Also sollte es hier doch auch Clownfische geben...


Meine Suche begann schon auf Martinique, in der Schildkrötenbucht.

Die Schildkröte war allerdings mit Schwimmen, bzw. "Fliegen im Wasser"...

 ... und ab und zu Luftholen beschäftigt.
Sie gab mir nur den Tipp, dass sich ein Clownfisch meistens unter Wasser leichter finden lässt. Also Schnorchel auspacken und abtauchen.

Herr Langfisch war maximal grimmig und absolut uninteressiert an meiner Mission...
...vielleicht, weil ich ihn zuerst für ein Stück Seegras gehalten hab?

Auch der Fächerkoralle war es ziemlich egal, sie wedelte ein bissl hin und her. Und aus.
Und dann sah es fast so aus, als ob ich Glück hätte...
Die roten Kollegen wimmelten mich aber recht schnell, und ein bissl verärgert ab - mit Clownfischen hätten sie nichts zu tun.

Ausgesehen hätte dieses Exemplar ja wie ein Clown, aber ich wollte gar nicht erst fragen, wen oder was er darstellt.

 

Dominica wir kommen

Etwas entmutigt gab ich es mit dem Schnorcheln wieder auf. Clowns gibt's hier scheinbar nicht. Wir packten also die Segel aus und düsten, diesmal zu fünft an Bord, weiter Richtung Dominica. Hier ist wandern in. So folgten wir dem Trend und packten die Treckingschuhe aus. Und es hat sich gelohnt: Hügel überall, grün, bewachsen, Wildnis - sehr cool.
 
Blick auf Scott's Head, Dominica. Vom Waitukubuli National Trail. Segment 01.

Was ist das? Ach ja, das untere Ende eines Baumes. Wurzel größer als Mensch. Willkommen im Urwald.

Wasserfall



Fast wollte ich nach einem Clownfisch in der Nachbarschaft fragen. War mir dann aber doch zu blöd.



Womit wir nicht gerechnet haben, war die "kleine" Mure, die am 24. Dezember den halben Hang inkl. unserem Track Richtung Meer geschwemmt hat.

So wurde der Abstieg wirklich zum Abenteuer
Das war einmal eine Aussichtsbank.
Zurück zur Clownfischsuche. Dominica ist ein perfektes Schnorchelrevier. Es findet sich dort fast alles, was das Salzwasser zu bieten hat. Bis eben auf die kleinen roten Fische, die neben der Anemone wohnen.






Die Parkplatzsache

Was wir einige Tage später auf den Le Saints gefunden haben, hat mit klein und zierlich nicht mehr viel zu tun. Kurz überlegen wir, ob wir unser Boot gegen ein Kreuzfahrtschiff tauschen sollten. Finden es aber schlussendlich viel zu mühsam, immer so einen großen Parkplatz zu suchen.

Kreuzfahrtschiff sucht Parkplatz. Wenn eine Insel zu klein ist - ganz einfach - nimm eine zweite und stell dich dazwischen rein. Alte Seefahrerweisheit.

 

Tschüss Nemo!

Im Nationalpark von Pigeon Island auf Guadeloupe stelle ich nach zwei Wochen Clownfischsuche fest - Schildkröten, Papageifische und Kugelfische sind mindestens genau so bestaunenswert. Also - Clownfisch ade - ab jetzt schau ich den Papageifischen beim Korallenknabbern zu.